Feldsteinkapelle - erbaut 1948/49

Die alte Feldsteinkapelle war der erste Bau der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Nortorf nach 1945. Sie wurde auf dem Neuen Friedhof errichtet.

Das Gebäude gehörte mit zu den ersten Kapellen, die in der damaligen Evangelischen Landeskirche Schleswig-Holstein (heute Nordkirche) nach  dem 2. Weltkrieg infolge des Bevölkerungszuwachses gebaut wurden.

Die Kapelle wurde nach dem Enwurf des Architekten Wilhelm Joerges aus Rendsburg im Jahre 1948/49 von der hiesigen Baufirma Wilhelm Harms erbaut.

Die Feldsteine stammen vom Friedhof und aus der Feldmark der Umgebung. Durch diesen Umstand konnte man zur damaligen Zeit viel Geld sparen.

Durch den Bau der Friedhofskapelle erhielt man zwei Leichenkammern, in denen die Verstorbenen aufgebahrt werden konnten. Die Trauerfeiern fanden zur damaligen Zeit überwiegend in der St. Martin-Kirche statt. Durch den Bau der Kapelle gab es auch die Möglichkeit, in diesem Gebäude Trauerfeiern stattfinden zu lassen. Im Trauerraum war Platz für 40 Personen.

 

Neue Friedhofskapelle - erbaut 1973/74

Jahnstraße 1, 24589 Nortorf

Im Jahre 1972 entschied sich der damalige Kirchenvorstand zu einem Neubau der Friedhofskapelle. Im Rahmen eines Architektenwettbewerbes wurde das Architektenbüro Kahlcke aus Kiel mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt.

Die alte Feldsteinkapelle wurde den Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Aufbahrungen der Verstorbenen im Hause fanden kaum noch statt. Die hygienischen Anlagen entsprachen nicht mehr dem damaligen Standard.

Ein weiterer Grund für den Kirchenvorstand war es, dass "der Leichenzug von der Kirche zum Friedhof für den starken Verkehr ein großes Hindernis geworden ist".

Die neue Friedhofskapelle wurde von der Baufirma Wilhelm Böttiger aus Bargstedt gebaut. Im Jahre 1974 fand dort die erste Trauerfeier statt.

Das Gebäude verfügt über eine Trauerhalle, in der ca. 230 Personen Platz finden. Die Benutzung der Halle ist für Kirchenmitglieder kostenfrei. Im hinteren Teil des Gebäudes werden die Verstorbenen entsprechend versorgt. Es gibt einen Kühl- und einen Vorbereitungsraum, sowie einen im Jahr 2015 neu gestalteten Abschiedsraum.