Zwischen 950 und 1150

Einer Sage nach wollte ein Reise einen gewaltigen Stein von Jevenstedt nach Nortorf zum Bauen einer Kirche schleudern. Die Schleuder riss, der Stein blieb in Heinkenborstel liegen. Die Steinsplitter wurden zum Bau der Kirche nach Nortorf geschafft. So wurde um 1150 ertmals eine Feldsteinkirche in Nortorf erwähnt. Sie stand unter Aufsicht des Bischofs von hamburg und ging 1441 durch Schenkung an das Kloster Itzehoe.


Um 1540

Nach der Reformation wurde die Kirche evangelisch. Ihr erster Pfarrer war Johann von Acken, dessen Unterschrift sich in alten Rechnungsunterlagen von 1539 befindet.


1573

wurde die kleine "Stundenglocke" eingebaut.


1589

bekam die Kirche das Taufbecken. Die zinnerne Taufschale wurde 1752 von Marks Mester gestiftet.

1678

wurde ein Turm aus Feldsteinen errichtet. Heute ist dieser Turm 56 m hoch.


1857

wurde der neugotische Altaraufsatz errichtet und ergänzt durch das Bild "Christus am Ölberg", gemalt von Emil Schurback (Düsseldorfer Kreis).


1872 / 73

wurde die alte Feldsteinkirche abgerissen und im neugotischen Stil neu erbaut (Architekt v. Heyn, Hamburg), jetzt dreischiffig und kreuzförmig. 1872 wurde die neue Kirche eingeweiht. Der Architekt ging davon aus, dass der Altaraufsatz erneuert würde.Das geschah aber nicht, deshalb sind heute die bunten Fenster im Altarraum durch den Altar verstellt.


1875

baute die Firma Marcussen eine Orgel ein, die heute zu großen Teilen noch erhalten ist.


1893

stifteten der Hufner Claus Harbs und seine Frau aus Holtdorf das Kruzifix.


1908

wurde die Turmhalle als Windfang vom Kirchenschiff getrennt und 1976 mit Glastüren versehen.


Zwischen 1885 und 1922

mussten 25 Maueranker an der Außenseite des Turmes befestigt werden, weil die Granitblöcke auseinanderzufallen drohten.


1922

wurden die aus Eichenholz gefertigten Gedenktafeln zu Ehren der im ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus dem Kirchspiel Nortorf enthüllt.


1961

bekam die Kirche drei neue Bronzeglocken, nachdem die alten Glocken in Kriegszeiten zum Einschmelzen abgegeben werden mussten.


1969

fand eine grundlegende Renovierung statt: die Kirche wurde weiß ausgemalt, bekam Zementfußboden; die seitlichen Emporen wurden entfernt. Die alten Bänke wurden gegen neue ausgetauscht.


1973

wurde der Kirchturmhelm erneuert und mit Kuperplatten belegt. Der Hahn wurde neu vergoldet. In der Kugel wurden die Urkunden von 1707 und 1956 durch aktuelle ergänzt.


1976

erhielt die Kirche ihre heutigen Farben, einen Keramikfußboden und neu Lampen.


Juli 2000 - Mai 2001

fand eine gründliche Fassadensanierung von Teilflächen des Schiffes und des Turms statt. Dabei wurden auch sichtbare Turmanker ersetzt. Das Kirchendach erhielt eine komplett neue Schiefereindeckung mit englischem und spanischem Schiefer. Die Buntfenster wurden gereinigt und neu gefasst. In einem Nebenraum der Kirche wurde eine Toilette eingebaut.Bei der Wiederherstellung der Außenanlagen, die bis 1846 den Friedhof darstellten, wurden menschliche Knochenreste gefunden, die auf dem Grabhügel auf der Nordseite des Kirchengeländes bestattet wurden.


2010

wurden die Südfenster komplett ausgebaut. Ein Fachbetrieb in Süddeutschland erneuerte die Bleiverglasungen und ersetzte schadhaftes Glas.